

Ein zufälliger Laut blieb – Bedeutung stieg zu.
Der Mensch entstand.
Er vergibt Namen ohne Maß – und besitzt so die Welt.
Eine neue Spezies mit Gedächtnis voller Bausteine.

Sein Sprechen stößt ihn aus der Natur
– unfrei, aber eben in die Künstlichkeit.
Gedankenaustausch wird zum Band, das sich nicht zerreißen lässt.
In Wunsch und Macht verstrickt – doch Realität bleibt.
Erkennen statt glauben, begreifen statt beten
– auch sich selbst.

Seine Welt steht stabil – primitiv, aber bis ins Letzte.
Doch er bleibt im Werden und was er ist, zerfällt:
in Rollen, in Zweifel, in Leid.
Nicht Natur, nicht Künstlichkeit – er selbst zerreißt das Band.
Gefüge aus harter Treue wird zum Vorteil missbraucht
und entlarvt tödliche Ungerechtigkeit.

Er stemmt, was andere brauchen – Pflicht sein einziger Lohn.
Rechte, gefeilscht im Basar der Pflichtlosen, und der Träger
vergeht im Werk: verheizt und vergessen.
Die Welt glänzt, wächst, feiert sich selbst
– doch in ihm schwelt weiter, was niemand heilt.
Fiktion ersetzt Erkenntnis, Lust tarnt Leere,
Exklusivität beansprucht Wahrheit
– aber nicht für den Menschen, der sie einst trug.
